„Entscheidender Durchbruch“: Bergkamen und Lünen freuen sich über Förderung für IGA-Radweg

18.12.2020 10:34 Uhr

Etwa sieben Millionen Euro Fördermittel erhalten Bergkamen und Lünen für den Bau des I-GA-Radwegs. Die beiden Städte sind gemeinsame Träger eines „Zukunftsgartens“, also eines Standortes der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 (IGA 2027). Zur IGA sollen sie über den 22 Kilometer langen, kreuzungsfreien IGA-Radweg miteinander verbun-den werden.

Für diesen Radweg haben die beiden Städte einen gemeinsamen Förderantrag beim Bun-desumweltministerium gestellt und nun die Zusage erhalten. Für Anfang 2021 ist die offizielle Übergabe des Förderbescheids durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze geplant, ein Zeitpunkt dafür steht allerdings noch nicht fest.

Der Radweg wird am Lüner Hauptbahnhof beginnen und über die Fläche der ehemaligen Zeche Victoria I/II verlaufen. Entlang des Schwansbeller Weges geht es dann zum Datteln-Hamm-Kanal und von dort in Richtung Bergkamen, entlang der Wasserstadt Aden bis hin zur Marina Rünthe. Bei der Planung werden sowohl die Anschlüsse an den zukünftigen Rad-schnellweg RS 1 in Bergkamen-Rünthe als auch die Verbindungen zum Bahnhof Preußen, zur Lüner Innenstadt und in die angrenzenden Stadtteile beider Städte berücksichtigt. „Der IGA-Radweg ist ein wichtiger Baustein zum klimaschutzorientierten Mobilitätskonzept unseres IGA-Zukunftsgartens“, so der Erste Beigeordnete der Stadt Bergkamen, Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters. „Er ist Beispiel für eine nachhaltige IGA-Investition, da er auch nach dem Ende der IGA die Verbindung zwischen Bergkamen und Lünen für die Radfahrer dauerhaft verbessert.“

Der Großteil der Fördersumme (5,8 Millionen Euro) entfällt auf die Stadt Lünen. Das liegt vor allem am hohen Aufwand für zwei neu zu errichtende Brücken: Eine über die Lippe und eine weitere über die Kamener Straße.

Lünens Technischer Beigeordneter Arnold Reeker sagt zur Bedeutung des Projekts und der jetzt zugesagten Förderung: „Mit diesem Zuwendungsbescheid haben wir die Finanzierung für das Rückgrat des Zukunftsgartens Bergkamen/Lünen gesichert. Diese Förderung ist deshalb ein entscheidender Durchbruch auf dem Weg zur Realisierung der IGA in Lünen und Berg-kamen.“

Der zukünftige IGA-Radweg wird überwiegend auf vorhandenen Wegen verlaufen, die mit Hilfe der Fördergelder ausgebaut, asphaltiert und beleuchtet werden. Der Bau des Radweges ist aus Sicht der beiden Kommunen Lünen und Bergkamen ein bedeutender Beitrag zur kli-mafreundlichen Lenkung der lokalen und regionalen Besucherströme während des Großer-eignisses IGA. Zielgruppen für die Nutzung des Radwegs sind darüber hinaus beispielsweise auch Berufspendlerinnen und -pendler zum Chemiepark in Bergkamen oder die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner der Wasserstadt Aden, die mit dem Radweg eine zusätzliche Anbindung an den Hauptbahnhof Lünen und den Preußenbahnhof erhalten. Die beiden Städte setzen damit gezielt auf klimafreundliche Mobilität, die auch nachhaltig wirkt.

Die Nachricht über die Förderzusage wurde am Mittwoch (16. Dezember) auch in den Sit-zungen von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der IGA gGmbH, die die Trägerge-sellschaft für die Gartenausstellung ist, mit großer Freude aufgenommen. Dazu Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr und IGA-Aufsichtsratsvorsitzende: „Der Radweg ist Brückenschlag zwischen den Städten Lünen und Bergkamen als gemein-same Ausrichter des Zukunftsstandortes der IGA Metropole Ruhr 2027. Zugleich wird damit im Ruhrgebiet wieder ein Stück mehr umwelt- und klimaschützende Mobilität geschaffen. Mit all diesen IGA-Projekten machen wir uns auf den Weg, grünste Industrie-Metropole der Welt zu werden.“

Nach dem Erhalt des Förderbescheids können die Verwaltungen beider Städte in die Detail-planungen für den IGA-Radweg einsteigen. Erste Abschnitte könnten dann voraussichtlich im Jahr 2022 gebaut werden.

Anhang/Grafik:
Der IGA-Radweg – in der Grafik als gepunktete pinkfarbene Linie – soll Lünen und Bergka-men verbinden. Sieben Millionen Euro Förderung erhalten die beiden Kommunen für die Rea-lisierung. | Grafik: Stadt Bergkamen/Stadt Lünen

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