Wangari Maathai
„Ich kann nicht gehen, ohne einen Baum gepflanzt zu haben.“
(swahili: Siwezi kuondoka bila kutopanda mti.). – Mit diesen Worten wandte sich Wangari Maathai an Sicherheitsbeamte, die ihr den Zutritt zum privatisierten Karura-Wald am nördlichen Rand Nairobis verwehren wollten. Sie begann dennoch, ein Pflanzloch auszuheben – kurz darauf griffen die Wachen sie mit Knüppeln und Peitschen an.
Wangari Maathai (1940–2011) war Politikerin, Umweltaktivistin und Professorin. 2004 erhielt sie als erste afrikanische Frau den Friedensnobelpreis. Schon 1977 hatte sie das Aufforstungsprojekt Green Belt Movement gegründet, aus dem eine panafrikanische Bewegung erwuchs. So entstanden in 13 afrikanischen Ländern über 600 Baumschulen, in denen Millionen Bäume gezogen und gepflanzt wurden. Maathai war die erste ostafrikanische Frau mit Doktortitel und ein inspirierendes Vorbild für Mädchen und Frauen. Zeit ihres Lebens engagierte sie sich für die Stärkung von Frauen, indem sie Landrechte, Bildung und politische Teilhabe mit dem Umweltschutz verband. Ab 2002 war sie Mitglied des kenianischen Parlaments und wirkte unter anderem als stellvertretende Umweltministerin, wo sie sich entschieden gegen autoritäre Regierungen stellte. Ihr Leben macht deutlich, dass eine einzelne Person die Kraft hat, ein ganzes Land zu verändern.
Das Wandbild zeigt den traditionellen kenianischen Leberwurstbaum, ein Symbol für die enge Verbindung von Natur und Kultur in Maathais Heimatland.
weiterführende Literatur:



