Vida Goldstein
„Wenn Frauen ihre Stimme erheben, beginnt die Welt sich zu verändern.“
(englisch: When women raise their voices, the world begins to change.). – Unter diesem Leitgedanken setzte sich Vida Goldstein für das politische Mitspracherecht von Frauen ein.
Vida Goldstein (1869–1949) war eine australische Frauenrechtlerin, Pazifistin und Sozialreformerin. Ihr ist es zu verdanken, dass 1902 in Australien das aktive und passive Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde – allerdings galt dies nur für weiße Frauen; indigene Frauen blieben weiterhin ausgeschlossen. Sie gehörte der Suffragistinnen-Bewegung an, die (im Gegensatz zur britischen Suffragetten-Bewegung) das Frauenwahlrecht auf legalem und friedlichem Wege erkämpfte. 1903 war sie eine der ersten Frauen weltweit, die für ein nationales Parlament kandidierten. Insgesamt bewarb sie sich vier weitere Male für das Parlament, erhielt jedoch nie eine ausreichende Mehrheit, um in den Senat einzuziehen. Zwischen 1900 und 1920 war sie Herausgeberin der politischen Journale Woman's Sphere (1900–1905) und später Woman Voter (1909–1920). Während des Ersten Weltkriegs engagierte sich Goldstein als kompromisslose Pazifistin. So gründete sie als Vorsitzende der Peace Alliance die Women’s Peace Army und setzte sich unermüdlich für soziale Belange der Menschen ein. Auch nach ihrem Rückzug aus der aktiven Politik (1922) blieb sie publizistisch und als Rednerin tätig. Sie verband ihre pazifistischen und feministischen Überzeugungen zunehmend mit ihrem christlichen Glauben.
Das Wandbild zeigt eine Frau mit Hut – die typische Kopfbedeckung der Suffragistinnen jener Zeit.



