VOM TRÄUMEN UND ARBEITEN
Ausgehend von der Geschichte der Arbeitsmigration in Bergkamen, widmet sich die Ausstellung den Themen Sehnsucht und Heimat. Zwei künstlerische Positionen beleuchten diese aus unterschiedlichen Perspektiven: Sehnsucht als inneres Streben nach etwas Fehlendem, Heimat als Gefühl von Zugehörigkeit und Ankommen.
Emine Ercihan zeigt in ihrer Arbeit „Antrag auf Arbeitserlaubnis“ Porträts von Menschen der sogenannten ,,ersten Gastarbeitergeneration“ in ihrem privaten Umfeld. Ihre kollektiven Erinnerungen erzählen von Migration als konkreter Erfahrung: geprägt vom Wunsch nach einem Leben voller Möglichkeiten, aber auch von Verlust. Heimat erscheint hier sowohl als etwas Zurückgelassenes als auch als etwas, das neu entstehen kann.
Lukas Zander richtet in seiner Arbeit „Eine tragische Liebesgeschichte vor traumhafter Kulisse“ den Blick nach innen. In seiner Arbeit wird Sehnsucht als emotionaler Zustand erfahrbar – als Suche nach Nähe, Identität und Geborgenheit.
Im Zusammenspiel der beiden Positionen wird deutlich, dass Sehnsucht viele Formen annehmen kann: existenziell, sozial oder persönlich. Mit der Bergkamener Geschichte entsteht eine Verbindung zwischen individuellen Lebenswegen und regionaler Identität.



