Zeitreise ins Mittelalter im Römerpark
17.06.2026 11:08 Uhr
Am 27. und 28. Juni 2026 verwandelt sich der Römerpark Bergkamen jeweils von 11:00 bis 17:00 Uhr in ein lebendiges Mittelalterlager. Beim diesjährigen Mittelalterfest erwartet die Besucherinnen und Besucher keine Marktveranstaltung, sondern eine authentische Darstellung des mittelalterlichen Alltags. Ehrenamtliche Akteurinnen und Akteure aus dem Früh-, Hoch- und Spätmittelalter vermitteln anschaulich Wissen über eine der spannendsten Epochen der Geschichte.
Im Mittelpunkt stehen ein aktives Lagerleben sowie Vorführungen und Informationen zu den Themen Handwerk, Kleidung, Küche und Militaria. Die Darstellerinnen und Darsteller möchten zeigen, dass das Mittelalter weit mehr war als die häufig verbreiteten Klischees. Ziel der Veranstaltung ist es, die Vielfalt, Innovationskraft und kulturelle Entwicklung dieser Epoche erlebbar zu machen und historische Zusammenhänge verständlich zu vermitteln.
Unterstützt werden die Akteurinnen und Akteure von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Bergkamen e. V., die gemeinsam mit dem Stadtmuseum das Mittelalterfest gestalten.
Ein besonderer Höhepunkt ist die Darstellung der sogenannten „Dame von Bergkamen“. Eine Reenactorin hat die Kleidung der frühmittelalterlichen Frau auf Grundlage archäologischer Erkenntnisse rekonstruiert und vermittelt spannende Einblicke in das Leben des 7. Jahrhunderts.
Das Thema erhält auch im Stadtmuseum Bergkamen künftig einen besonderen Stellenwert. Derzeit wird erstmals ein Ausstellungsbereich zum Frühmittelalter in der Dauerausstellung eingerichtet. Dort sollen unter anderem Rekonstruktionen der Grabbeigaben der „Dame von Bergkamen“ sowie Informationen zur Lebenswelt dieser Zeit präsentiert werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Rolle und Stellung der Frau im Frühmittelalter. Das reich ausgestattete Grab der „Dame von Bergkamen“ wurde 2011 bei archäologischen Untersuchungen im Zuge des Ausbaus der A2 entdeckt und zählt zu den bedeutenden Funden der Region.
Die Veranstalter weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um einen Mittelaltermarkt handelt. Händler, Verkaufsstände oder Konzertprogramme wird es nicht geben. Stattdessen stehen die authentische Darstellung des historischen Alltags, der persönliche Austausch mit den Darstellenden und die nachhaltige Vermittlung von Geschichte im Mittelpunkt.
Alle Interessierten – ob Familien, Geschichtsbegeisterte oder Neugierige – sind herzlich eingeladen, das Mittelalter aus nächster Nähe kennenzulernen und den Akteurinnen und Akteuren über die Schulter zu schauen.
Der Eintritt erfolgt nach dem Motto: „Spende statt Eintritt.“
