Mobilitätsstrategie
Mobilitätsstrategie – Der Erklärfilm
Projektverlauf und aktueller Stand
Mit dem offiziellen Projektstart am 27. Februar 2025 begann die Vorbereitung einer umfassenden Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten der Bergkamener Bevölkerung. Anfang April erhielten rund 6.000 zufällig ausgewählte Haushalte den Fragebogen. 1.493 Personen nahmen teil – ihre Rückmeldungen bilden die zentrale Datengrundlage für die neue Mobilitätsstrategie. Die wichtigsten Ergebnisse finden Sie hier.
Im Anschluss an die Befragung führte das Fachbüro stadtVerkehr eine vertiefende Analyse der aktuellen Mobilitätssituation in Bergkamen durch. Parallel dazu startete ein breit angelegter Beteiligungsprozess, um verschiedene Perspektiven aus der Stadtgesellschaft einzubeziehen:
- Planungsspaziergänge und Radtouren (Juni 2025):
Gemeinsam mit Kindern der Overberger Schule, Jugendlichen des städtischen Gymnasiums sowie interessierten Erwachsenen wurden Herausforderungen und Chancen im Straßenraum direkt vor Ort betrachtet. Eine zusätzliche Radtour bot Raum für die Sichtweise der Radfahrenden. - Präsenz auf Veranstaltungen:
Auf dem Hafenfest (15.06.2025), dem Wochenmarkt (18.09.2025) und dem Pfalzschulfest (19.09.2025) wurden Besucherinnen und Besucher zu ihren Ideen für eine zukunftsfähige Mobilität befragt – sowohl stadtweit als auch speziell rund um die Pfalzschule.
Zudem entwickelten Schülerinnen und Schüler der Pfalzschule in einer Modellbauwerkstatt eigene Vorstellungen eines kindgerechten Straßenraums. - Öffentlicher Workshop (16.09.2025):
In einem dialogorientierten Abendformat wurde intensiv über aktuelle Problemstellen, mögliche Verbesserungen und konkrete Umsetzungsideen für Bergkamens Straßenräume diskutiert.
Auch Politik und Verwaltung waren in zwei internen Workshops eng eingebunden. Dort wurden zunächst Wahrnehmungen der aktuellen Mobilität mit einem digitalen Tool erhoben und ausgewertet. Anschließend wurden Entwicklungsmöglichkeiten der Verkehrsträger – motorisierter Individualverkehr, Fuß- und Radverkehr sowie Öffentlicher Verkehr – im Hinblick auf Ziele und Herausforderungen bis 2040 erarbeitet.
Alle Ergebnisse aus Befragung, Analyse und Beteiligung wurden sorgfältig dokumentiert und fließen nun in die Erstellung der Mobilitätsstrategie ein.
Ausblick: Der Beteiligungsprozess ist noch nicht abgeschlossen – und Sie können weiterhin aktiv mitgestalten!
- Online-Beteiligung im Februar 2026: Vom 1. bis 28. Februar 2026 haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich online zu den geplanten Projekten der Mobilitätsstrategie zu äußern, Prioritäten zu setzen und eigene Vorschläge einzubringen. Der Link zur Beteiligung wird rechtzeitig auf dieser Seite veröffentlicht.
Weitere interne Beteiligungsbausteine
- Interner Workshop mit der Politik: Die Politiker/-innen werden Anfang des Jahres 2026 um die Beteiligung an den geplanten Projekten der Mobilitätsstrategie gebeten. Im Fokus steht dabei die Priorisierung der präsentierten Projekte.
- Interner Workshop mit der Verwaltung: Für die Umsetzung der Mobilitätsstrategie wird für die Phase nach Projektabschluss ein gut abgestimmtes Mobilitätsmanagement mit einer eindeutigen Rollenverteilung benötigt. Die internen Abstimmungen hierzu erfolgen unter Beteiligung der betroffenen Fachämter Anfang des Jahres 2026.
Das dazugehörige Dokument finden Sie hier.
Vor dem Hintergrund der Klimaneutralität 2040 soll eine gesamtstädtische Mobilitätsstrategie dabei helfen, die erheblichen CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu senken. Ziel ist es, bereits vorliegende Teilkonzepte und Infrastrukturplanungen umsetzungsorientiert zu bündeln, zu fokussieren und zu priorisieren, als auch das kommunale Mobilitätsmanagement intern und extern zukunftssicher und wirkungsstark aufzustellen. Zudem sollen die nötigen Kommunikations- und Marketing-Bausteine für die Vorbereitung, Abstimmung, Umsetzung und insbesondere der öffentlichen Vermittlung von verkehrsrelevanten Maßnahmen erarbeitet werden.
Es ist eine perspektivische Ausrichtung erwünscht, die die Bereiche Infrastruktur, Marketing, Management und Kommunikation für die Hauptziele bündelt. Die Hauptziele der Stadt Bergkamen bis zum Jahr 2040 sollen dabei sein:
- Klimaneutrales Bergkamen (Reduzierung der THG-Emissionen im Mobilitätssektor)
- Veränderung des Modal Split zu 50 Prozent Umweltverbund gegenüber 50 Prozent motorisiertem Individualverkehr (MIV)
- die Erreichbarkeit eines umweltfreundlichen Mobilitätsangebotes in einer fünfminütigen Entfernung vor der jeweiligen Haustür
Basierend auf langjähriger Erfahrung arbeitet büro stadtVerkehr hauptsächlich in den Sektoren Verkehr und Stadtplanung. Die Arbeit basiert auf integrierten Ansätzen unter Einbeziehung moderner urbaner Entwicklungsstrategien, multimodaler Verkehrsplanung und anspruchsvollem Verkehrsmanagement. Vor-Ort-Präsenz, die Organisation und Verwaltung der Abstimmungsprozesse sowie praxisorientierte Lösungsansätze sind die Quintessenz der Erarbeitungsphilosophie im Strategieprozess.
Als Unterauftragnehmer tritt das Planungsbüro STADTKINDER auf, welches bei der Entwicklung neuer kreativer Formen der Beteiligung Vorreiterin ist. Passgenaue Methoden zur Beteiligung und Kommunikation, die den lokalen und inhaltlichen Kontext berücksichtigen, haben einen hohen Stellenwert und werden bei der Strategieentwicklung im Vordergrund stehen.



