Projekte und Konzepte
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Der Regionalverband Ruhr (RVR) bietet seit über 40 Jahren Informationen zu den klimatischen Bedingungen in der Metropole Ruhr an und erstellt auf Anfrage Klimaanalysen für Städte. Die Stadt Bergkamen hat den RVR beauftragt, eine „Klimaanalyse Bergkamen“ zu erstellen. Diese Analyse bewertet die klimatische Situation in der Stadt und zeigt die Auswirkungen des Klimawandels auf. Sie berücksichtigt, wie verschiedene Stadtstrukturen das Klima beeinflussen. Ziel ist es, Planungshinweise zu entwickeln, die eine nachhaltige Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert fördern. Diese Hinweise sollen positive Klimabedingungen erhalten und belastete Gebiete verbessern. Der vollständige Endbericht der „Klimaanalyse Bergkamen“ steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung. Die obige Karte im Großformat finden Sie hier.
Mit dem integrierten Quartierskonzept möchte sich die Stadt Bergkamen gezielt und strategisch mit der energetischen und klimafreundlichen Sanierung alter, durch Baugestaltungssatzung geschützter Zechenhaussiedlungen auseinandersetzen und untersucht in diesem Zusammenhang den Bereich Rünthe I- Schlägelstraße/Beverstraße. Hierbei sollen vor allem energetische Gebäudezustände, mögliche effiziente Energieversorgungssysteme und der Ausbau regenerativer Energien sowie demografische, ökonomische, städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Faktoren betrachtet werden.
Die Gebäude der ehemaligen Bergarbeitersiedlung Schlägelstraße/Beverstraße stammen aus der Zeit des Kaiserreiches und unterliegen aufgrund ihrer besonderen Architektur und einheitlichem Erscheinungsbild einer Baugestaltungssatzung.
Das Quartier wurde zuletzt in den 1970ern flächendeckend saniert. Daher werden hier erhebliche Energieeinsparpotenziale durch Sanierungen vermutet.
Im Fokus des integrierten Quartierskonzepts steht die Verbesserung des Klimaschutzes mit Hilfe gesteigerter Energieeffizienz sowie die Etablierung von erneuerbaren Energien. Dabei sollen die besonderen Gestaltungsmerkmale des Quartieres erhalten bleiben.
Das integrierte Quartierskonzept soll den Eigentümern Möglichkeiten aufgezeigen Anpassungen im Rahmen des Klimawandels und der Energiewende vorzunehmen und gleichzeitig das äußere Erscheinungsbild der Siedlung zu wahren. Es wird ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, welcher den Eigentümern individuelle Vorgehensweisen für die energetische Sanierung und Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien aufzeigt. Dadurch wirdnicht nur langfristig Energie und somit Kosten gespart, sondern auch ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die Erstellung des Konzeptes entsteht unter Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner denn Sie kennen Ihr Quartier am besten.
Die Stabsstelle Klimaschutz der Stadt Bergkamen hatte die Anwohnerinnen und Anwohner des Quartiers eingeladen, ihre eigenen Ideen und Anregungen in die Planung einzubringen – entweder über eine interaktive Online-Karte oder per E-Mail-Kontakt. Zusätzlich wurde ein Fragebogen entwickelt, um gezielt Meinungen und Hinweise der Quartiersbewohnerinnen und -bewohner zu verschiedenen Themenbereichen zu erfassen. Die Erstellung des energetischen Quartierskonzepts wird im Rahmen eines Förderprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziell unterstützt.
Die Online-Karte kann weiterhin unter folgendem Link eingesehen werden:
https://energielenker.maps.arcgis.com/apps/CrowdsourceReporter/index.html?appid=116135e185a844379a67444eca28fc6c



