
Lichtkunst
Von der Leitinitiative StadtBauKultur des Landes Nordrhein-Westfalen wurde im Jahr 2002 das zentrale Projekt ins Leben gerufen. Neun Kommunen der Hellweg-Region erfahren seitdem im Rahmen der regionalen Kulturförderung des Landes die nötige Unterstützung bei der Umsetzung von Lichtkunstprojekten.
Lichtkunst öffnet neue Wahrnehmungsräume. Sie ist moderne Ausdruckfform einer Kunst, die als ästhetisches wie gedankliches Labor, ein Spiegel für gesellschaftliche Entwicklungen, Fragestellungen und Experimente bietet.
Sieben, in Ausformung wie Ausdruck äußerst unterschiedliche Lichtskulpturen bestimmen mittlerweile das Nachtbild der Stadt Bergkamen:
I. "IMPULS-Bergkamen"
„IMPULS-Bergkamen“ – das jüngste Lichtkunstwerk der Stadt Bergkamen (12/ 2010) ist eine „dynamische 33 Meter hohe Lichtskulptur“, ausgestattet mit 14.400 LED-Leuchten und einem pulsierenden Lichteffekt. Auf der „Adener Höhe“ (Bergehalde „Großes Holz“, Zufahrt über Erich-Ollenhauer-Straße/Jahnstraße) dem höchsten Punkt der Stadt positioniert ist, erstrahlt der IMPULS ab Dämmerung bis in die Nacht (1 Uhr) nicht nur in Bergkamen sondern in die Region hinaus.
Die Lichtskulptur wurde von den Künstlern Maik und Dirk Löbbert für die Halde entwickelt als „Ehrenmal für die Bergleute Bergkamens und ein Denkmal für alle Kumpel weltweit“. Sie ist „Symbol für das post-montane Zeitalter“ und den positiven Geist, neue Möglichkeiten und Formen zu finden, nicht zu stagnieren, sondern sich zuversichtlich weiter zu entwickeln.

Foto:Stefanie Klingemann/Köln
Mit dem IMPULS hat Bergkamen eine attraktive Erweiterung der Landmarkenkunst auf den Halden im Ruhrgebiet geschaffen und setzt zugleich neue Maßstäbe in der Lichtkunst der Hellweg Region.
Die Skulptur steht in Korrespondenz zu der vierteiligen Lichtkonzeption „Bergkamen setzt Maßstäbe“, ebenfalls ein Werk der Künstler Löbbert, die im Frühjahr 2009 auf vier Kreisverkehren der Innenstadt Bergkamens fertig gestellt wurde. (s. Lichtkunst in den Kreisverkehren)
Leuchtzeiten:
Winter: Mit Beginn der Abenddämmerung bis 1.00 Uhr nachts, ab 5.00 Uhr bis zur Morgendämmerung.
Sommer: Mit Beginn der Dämmerung bis 1.00 Uhr nachts.
Gefördert wurde das Lichtkunstwerk „IMPULS-Bergkamen" aus Mitteln des Landes NRW und der RAG Montan Immobilien GmbH.
II. "subport bergkamen" (BSP)
(Entstehung 2005)
Der "subport bergkamen" in der Präsidentenstraße am Nordberg ist der weltweit erste und einzige unterirdische Flughafen - eine Arbeit von Rochus Aust. Er ist eine subtile, humorvolle Licht- und Klanginstallation, die einen imaginären, unterirdischen Flughafen simuliert. Aus 14 Gullydeckeln erklingen Flughafengeräusche wie Motorenlärm und Flugdatenansagen. Durch die Löcher der Deckel sind beleuchtete Hinweisschilder zu sehen.

Foto: Rochus Aust
Die Durchsagen erfolgen jeweils alle 10 Minuten täglich von 10.45 Uhr - 12.30 Uhr und von 15.00 Uhr - 20.30 Uhr.
III. "NETZKARTE" (BSP)
Nordberg, realisiert 2009/2010
Seit der Errichtung des subport bergkamen (BSP), ist Bergkamen wesentlich näher an die weite Welt herangerückt: München, Berlin, Madrid, Istanbul: nicht nur die Europäischen Metropolen sind in greifbarer Nähe, denn New York, San Francisco, Tokyo, Melbourne sind nur noch Steinwürfe entfernt.
Deutlich zu erkennen auf der Netzkarte (BSP), einer korrespondierenden Arbeit des Künstlers Rochus Aust (nach einer Idee von Heinz Friedl). Nach zeitlichen Komponenten und verschiedenen Verkehrsmitteln sind die Zentren um Bergkamen gruppiert. Dabei wird deutlich, dass „zu Fuß“ nach Dortmund genauso weit ist, wie mit dem Flieger nach Bilbao.

Foto: Stadt Bergkamen/Kulturreferat
Das Verkehrsnetz als Zeitkarte dargestellt, ergibt eine gänzlich veränderte Landkarte und damit ein völlig neues Ortsverständnis.
Die Leuchtzeiten sind an die Straßenbeleuchtung gekoppelt. Mit Einbruch der Dunkelheit erstrahlt die Netzkarte in vollem Glanz!
IV. "BRUNNEN" (ohne Titel)
Die Künstlerin Birgit Hölmer gestaltete eine strenge, formale Brunnenanlage auf dem Platz der Partnerstädte vor dem Bergkamener Rathaus (Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen). Auf einem Wasservorhang, der aus einer Vielzahl von etwa vier Meter hohen Wasserfontänen gebildert wird, werden Ansichten berühmter und weniger bekannter Brunnen aus europäischen Städten projiziert. Die Arbeit spielt mit der Dynamik wechselnder Motive und greift in äußerst poetischer Form das in der Stadt vorherrschende Thema "Wasser und Licht" sowie Gedanken der Städtepartnerschaft auf.

Foto: Birgit Höllmer
Projektionszeiten:
in den Sommermonaten immer freitags von 21:00-23:00 Uhr,
in den Wintermonaten von November bis April ist die Anlage nicht in Funktion.
Bei Lichtkunstführungen, etc., ist die Inbetriebnahme des Brunnens auch zu bestimmten Terminen nach Absprache per Handbetrieb möglich!
V. "Lichtkunst in den Kreisverkehren"
Zusammen mit verschiedenen Partnern aus der Bevölkerung, Kunst und Kultur, der Stadtentwicklung und des Stadtmarketing ist ein internationaler Wettbewerb zur "Künstlerischen Gestaltung der Kreisverkehre" ausgeschrieben worden.
Die Preisträger arbeiten sind:
"no agreement today, no agreement tomorrow" -
eine Medienskulptur mit Diaprojektionen von Andreas M. Kaufmann, die 2004 am Kreisverkehr Rathaus/Busbahnhof entstand. Die Skulptur besteht aus einem aufgestelzten, von Lichtbildern durchfluteten Rundpavillon. Vier im Innern sich befindende, kreisende Diaprojektoren werfen ab Einbruch der Dunkelheit bis 24.00 Uhr bildmächtige und zeittypische Gesten von Personen aus den öffentlichen Medien auf das gläserne Rund. Die so entstandene Medienzentrifuge widersetzt sich dabei der Banalität des von ihr selbst widerspiegelnden Einflusses der Massenmedien auf unsere Wahrnehmung.
Leuchtzeiten:
Die Medienskulptur ist programmiert von morgens 6.00 Uhr - 23.59 Uhr in Verbindung mit einem Dämmerungsschalter.
fF
Foto: Andreas M. Kaufmann
"Bergkamen setzt Maßstäbe" (2005 + 2009)
von Maik und Dirk Löbbert
Im Einzelnen handelt es sich um ca. 10 m lange, leicht geneigte Lichtstäbe, die im Querschnitt quadratisch sind mit einer vollständigen und abwechselnd farbigen bzw. weißen Verglasung einzelner Segmente, die eine Länge von jeweils 1 m aufweisen. Durch ihre Farbgebung symbolisieren die Stelen einen Maßstab. Die Neigung des Maßstäbe ist so konzipiert, dass ihre gedachten Verlängerungen nach oben über dem Marktplatz zusammen treffen. Eine runde Stahlplatte auf dem Stadtmarkt markiert die Stelle, über der sich die Verlängerungen der Stelen wie ein Dach treffen würden. Mit der Realisierung des Projekts "Bergkamen setzt Maßstäbe" erfolgte die Benennung der symbolisierten Stadttore:
 
Fotos: Stadt Bergkamen/Milk
"Weddinghofer Tor":
Kreisverkehrmitmagenta-weißemMaßstab Landwehrstraße/Töddinghauser Straße
"Oberadener Tor" :
Kreisverkehr mit grün-weißem Maßstab
Erich-Ollenhauer-Straße/Ernst-Schering-Straße
"Rünther Tor":
Kreisverkehr mit blau-weißem Maßstab
Erich-Ollenhauer-Straße/Leibnitzstraße
"Overberger Tor":
Kreisverkehr mit gelb-weißem Maßstab
Landwehrstraße/Präsidentenstraße
Leuchtzeiten:
Das Ein- und Ausschalten ist jeweils direkt mit der Straßenbeleuchtung gekoppelt.
Bitte beachten Sie:
Die Bergkamener Verkehrskreisel finden Sie auch unter www.verkehrskreisel-deuschland.de
Vl. “PULSLICHT”, die künstlerische “Licht”-Gestaltung der Marina Rünthe von Mischa Kuball, wurde 2007 installiert.
Die "Grundelemente" dieser Lichtplastik bilden acht Meter hohe Lampen. Zwei spezifische "Leuchtmittelcharakteristika" bestimmen die optische Wirkung der Arbeit: Zum einen sind es Strahler, die in Richtung Boden positioniert sind und die Wegebeleuchtung übernehmen. Zum anderen ist es "ein horizontal und nach oben abstrahlendes, gepulstes" Licht, das über eine Steuerungsanlage unterschiedliche Licht-Muster entstehen lässt. Über die reine Funktionsbeleuchtung wurde so ein Lichtkunstwerk geschaffen, das seine Wirkung nur für begrenzte Zeit und in unterschiedlichen Zeitabständen entfaltet.

Foto: Stadt Bergkamen/Milk
Das PulsLicht ist täglich mit dem Einschalten der Straßenbeleuchtung für vier Stunden in Betrieb.
Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.licht-ruhr2010.de/karte/bergkamen/.
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Illumination im öffentlichen Raum:
Horst Rellecke: „Illuminiertes Windrad“ (2002)
am Darenberg Windrad, A2 Bergkamen, Kamen – Lüner Höhe
Leuchtzeiten:
Mit Einbruch der Dunkelheit für die Dauer von 3 Stunden.

Horst Rellecke: „Der Blick in die Zukunft“ (2006)
Kreisverkehr Schulstraße/RAG Berufskolleg, Bergkamen-Weddinghofen
Leuchtzeiten:
Solarlichtobjekt; Beginn der Leuchtzeit mit der Abenddämmerung; Leuchtdauer ist von der Ladekapazität der Solarzellen abhängig.

Kunst im öffentlichen Raum:
Else Montag: Brunnen mit Steinskulptur (1953)
Kurt-Schumacher-Platz, Bergkamen-Mitte

Lothar Kampmann: "Figurenpark" mit ursprünglich 18 Figuren am Hallenbad in Bergkamen-Mitte (1967)
jetzt: 8 Beton-Plastiken am Hallenbad, Bergkamen-Mitte
6 Beton-Plastiken am Stadtmuseum, Museumsplatz, Bergkamen-Oberaden
1 Beton-Plastik (Pferd), Hauptfriedhof in Bergkamen-Weddinghofen
Lothar Kampmann: "Paar unter Bäumen" (1992)
Präsidentenstraße, Bergkamen-Mitte

Urheber: Reinhard Hunscher
Lothar Kampmann, Andrzej Pollo, Mehmet Uyanik: „Schichtwechsel“ (1986),
Platz von Hettstedt (Rünther Straße/Schlägelstraße), Bergkamen-Rünthe
 
Günter Tollmann: “Windplastik” (1971) – 1. bbb
Nordberg: Präsidentenstraße/Pestalozzistraße, Bergkamen-Mitte

Timm Ulrichs: “Erd-Pyramide” (1978) – Aktion “Tief oben“ - 4.bbb
Rathaus/Busbahnhof, Bergkamen-Mitte

HA Schult: „Das Glück“ (2005 – bis 2011)
Am Cityturm gegenüber vom Rathaus, Bergkamen-Mitte

Werner Habig: Skulptur vor dem Städt. Gymnasium Bergkamen

Das blaue Band:
Das „Blaue Band“ verbindet das Stadtzentrum Ost (Präsidentenstraße/Nordberg) und das Stadtzentrum West (Rathausviertel) als zum Teil wasserführender Bachlauf und zum Teil als blauer Mosaikstreifen. Die Plastiken an den Endpunkten des blauen Bandes sind von Bolette Holm und Ole Hempel.
 
Fritz Stoltefuß (o.T.)
Eingang der VHS am Treffpunkt, Lessingstrasse, Bergkamen-Mitte

Ein Ufer für die Kunst (2004 - 2005) – „Kunstwerkstatt sohle 1“ / Kuhbachtrasse
Das Projekt „Kunstpfad Kuhbach“, das als eine Art „Galerie im Grünen“ fungiert. Mit fünf speziell für das Projekt entworfenen Kunstwerken, die sich zum einen mit der Geschichte des Kuhbachs, der Stadtgeschichte und der Industriegeschichte auseinandersetzen.
Emilia Fernandez: "Der blaue Kubus"
„Globus Baumarkt“, Bergkamen-Overberge

Gisela Schmidt: "Wasser, Erde, Luft"
Pfalzstraße, Bergkamen-Weddinghofen

Peter Wiesemann: "Bergkamen und der Kuhbach"
Bambergstraße, Bergkamen-Mitte

Wolfgang Kerak : "Freier Lauf"
Pantenweg, Bergkamen-Oberaden

Dietrich Worbs : „Die Römer"
Jahnstraße, Bergkamen-Oberaden

„Über Wasser gehen“ Kunst an der Seseke und ihren Zuflüssen
Ein Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010
Thomas Stricker: „Landschaft im Fluss“ (2010)
Uferstr. / Nähe An der Seseke

Susanne Lorenz: „Line of Beauty - das fünfte Klärwerk Bergkamen“ (2010)
Mühlenstr. / Nähe Am Alkenbach
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