Die Geschichte der Stadt Bergkamen



Bis zu den alten Römern

reicht die Geschichte des Raumes der Stadt Bergkamen zurück. Im Stadtmuseum sind zahlreiche Funde aus dem Römerlager in Bergkamen-Oberaden zu besichtigen.

Das Militärlager auf dem sogenannten "Burghügel" im Stadtteil Oberaden wurde im Spätsommer 11 v. Chr. von römischen Legionen unter dem Oberbefehl des Feldherrn Drusus, einem Stiefsohn des Kaisers Augustus, errichtet und etwa 8 bis 7 v. Chr. im Zuge strategischer Neuordnungen planmäßig wieder aufgegeben.
Seit der Entdeckung des Römerlagers im Jahre 1905 durch Pfarrer Otto Prein wurden in mehreren umfangreichen Grabungskampagnen Teile der militärischen Anlage erforscht.
Die archäologischen Untersuchungen belegen ein 56 ha großes Lager, das zu den wichtigsten frühgeschichtlichen Denkmälern Westfalens gehört.
Es ist zugleich das größte in Deutschland sowie das älteste Lager jener römischen Feldzüge vom Rhein bis zur Elbe, die im Jahre 9 n. Chr. in der überaus verlustreichen und blutigen "Varus-Schlacht" - gemeinhin besser bekannt als "Schlacht im Teutoburger Wald" - ihr Ende fanden.
  • Informationen rund um das Römerlager Oberaden erhalten Sie hier:
Stadtmuseum Bergkamen
Jahnstr. 31/Museumsplatz, 59192 Bergkamen
Tel.: 02306/3060210; Fax.: 02306/30602117
EMail: stadtmuseum@helimail.de
Sechs Gemeinden gründen eine Stadt

Schon am Anfang der 60er Jahre entstand die Idee eines freiwilligen Zusammenschlusses von Gemeinden des Raumes Bergkamen zu einer leistungsfähigen Großgemeinde.
Dabei handelte es sich um die Gemeinden Rünthe, Bergkamen, Weddinghofen, Oberaden und Heil.
Bereits am 14. Juni 1966 erhielt die Gemeinde Bergkamen die Stadtrechte. Durch das sogenannte Unna-Gesetz kam schließlich zum 1. Januar 1968 Overberge als sechste Gemeinde zu Bergkamen.

Die für die Entwicklung zur heutigen Stadt Bergkamen bedeutsame historische Phase wurde seit Anfang des 20. Jahrhunderts entscheidend vom Bergbau geprägt. Inzwischen allerdings hat die Steinkohle für die Stadt und ihre Menschen längst ihre frühere wirtschaftliche Bedeutung verloren.

Im Sommer 2001 wurde mit dem Förderstandort Haus Aden die letzte Schachtanlage im Stadtgebiet aufgegeben.

Heute ist die chemische Industrie mit annähernd 3.000 Arbeitsplätzen der bedeutendste Wirtschaftszweig Bergkamens. Gleichwohl ist der durch den Rückgang des Bergbaus ausgelöste Strukturwandel noch in vollem Gange.
  • Informationen erhalten Sie hier:
Stadtverwaltung Bergkamen/Stadtarchiv/Herr Litzinger
Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen
Tel.: 02307/965-209; Fax: 02307/69299
EMail: M.Litzinger@bergkamen.de
Bedeutung des Wappens der Stadt Bergkamen



Das Wappen der Stadt Bergkamen wurde am 1. September 1969 durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen genehmigt.

Es zeigt in Gold sechs im Wechsel von rot auf weiß kranzförmig gestellte Sechsecke, die die chemische Strukturformel für Benzol versinnbildlichen - ein Hinweis auf die Bedeutung der chemischen Industrie und dem früheren Bergbau in Bergkamen.

Durch die Anzahl wird zugleich darauf hingewiesen, dass die Stadt Bergkamen durch den Zusammenschluß von sechs Gemeinden entstanden ist.

Mit den Wappenfarben wird auf die alte Territorialzugehörigkeit zur Grafschaft Mark hingewiesen.
  • Informationen erhalten Sie hier:
    Stadtverwaltung Bergkamen/Stadtarchiv/Herr Litzinger
    Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen
    Tel.: 02307/965-209; Fax: 02307/69299
    EMail: M.Litzinger@bergkamen.de